Die Kunst des Bluffens


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Laut der Evolutionsbiologie haben diejenigen, die die Fähigkeit zu täuschen haben, mehr Überlebenschancen. Das Gleiche gilt für Poker. Wenn man an etwas glaubt, ist es keine Lüge mehr. In diesem Artikel werden wir darüber sprechen, wie Selbsttäuschung deinem Bluff hilft zu funktionieren.

Evolutionsbiologen haben längst bewiesen, dass Täuschung in fast allen Formen der Tierkommunikation verbreitet ist. Wenn sie wissen, dass andere Vögel sie beobachten tun Vögel so, als würden sie an einem Ort Futter vergraben, während sie es tatsächlich an einem anderen Ort verstecken.

Viele Tiere verändern ihr Aussehen, um Rivalen oder Raubtiere abzuschrecken. Männchen von Tintenfischen können ihre Farbe ändern und vorgeben Weibchen zu sein. So gelangen sie vorübergehend in den Harem des dominanten Männchens, welches in einem Kampf nicht besiegt werden kann. Dann, wenn dieses Männchen abgelenkt ist, wechselt das erste seine Farbe zurück und paart sich mit den Weibchen.

Man kann aus der Täuschung in der Natur wertvolle Erkenntnisse ziehen, die beim Erlernen des Bluffens beim Poker hilfreich sein können.

Der erfolgreichste Bluff ist der, wenn man nicht weiß, dass man blufft.

Nach Ansicht des Evolutionsbiologen Robert Travers wird eine Zunahme der Häufigkeit von Täuschungen innerhalb einer Spezies einen starken selektiven Druck auf die Fähigkeit erzeugen, Täuschungen in anderen Arten zu erkennen. Dies wiederum wird zu einer Art Wettrüsten führen. Die Entwicklung der Fähigkeit Täuschung zu erkennen, bedeutet, dass die Täuschung immer überzeugender sein muss. Wenn es sich so entwickelt, führt dies zu einer Verschärfung der natürlichen Selektion hinsichtlich der Erkennung von Täuschung. So sehen beispielsweise Stockinsekten aus wie ein Teil eines Zweiges, um hungrigen Vögeln zu entkommen. Da Vögel lernen diese Täuschung besser zu erkennen, müssen Insekten immer komplexere Verkleidungen entwickeln, um die Feinde zu täuschen. Interessant ist außerdem, dass die evolutionäre Selektion zur Erkennung von Täuschungen mehr Chancen bietet, wenn das Tier Selbsttäuschung betreibt.

Nach Ansicht von Robert Travers können wir, wenn wir uns für Täuschung entscheiden, die Selbsttäuschung wählen, um besser unbemerkt zu bleiben und so eine Art Unbewusstheit zu erzeugen. Das ist nicht nur aus biologischer Sicht sinnvoll, sondern auch in Bezug auf Poker. Die erfolgreichsten Bluffs werden ausgeführt, wenn du nicht weißt, dass du bluffst. Nehmen wir zum Beispiel einen Anfänger-Pokerspieler, der naiv glaubt, dass seine beiden mittleren Paare die beste Hand auf dem Board sind, wo Straights und Flushes möglich sind, also raist er. Ein Spieler mit einem Straight oder Nicht-Nut Flush ist in einer schwierigen Position. Er versucht, ein Anzeichen für die Schwäche seines Gegners zu finden, scheitert aber, so dass er folden muss. Der Sieger holt den Pot und hat nicht die geringste Ahnung, dass er gerade seinen Gegner gezwungen hat, mit einer stärkeren Hand zu folden.

Unwissenheit ist Macht

Ein weiteres ähnliches Beispiel zeigte sich in der Episode der Show, die auf Alfred Hitchcocks Crack of Doom von 1956 basiert.

Es war eine Geschichte über einen Anwalt, der sich in ein Heim-Pokerspiel vertiefte, um seine Verluste auszugleichen. Er "borgte" sich 10.000 Dollar, die sein Klient im Bürotresor zurückgelassen hatte. Der Mann war verzweifelt, da dies das letzte Bargeld war. Sie spielten Unlimited Five-Card Stud mit einer verdeckten Karte. Jede neue Karte war eine neue Setzrunde.

In der letzten Setzrunde hatte der Held drei offene Damen, während sein Gegner drei offene 10er hatte, und sein Spiel deutete an, dass er Vierlinge hatte. Beide begannen zu raisen, der Held schob alle seine 10.000 Dollar selbstbewusst in die Mitte des Tisches, was seinen Gegner schließlich davon überzeugte, dass er tatsächlich vier Damen hatte. Er zeigte seine Vierlinge und foldete sie widerwillig.

Der Held entspannte sich, sah erneut auf die verdeckte Karte und erkannte, dass er sich irrte. Tatsächlich gab es einen Buben. Wenn sein Gegner mitgegangen wäre, hätte er sein ganzes Geld verloren, zusammen mit seiner Karriere und seiner Freiheit.

Wie er später sagte, hätte er nie den Mut gehabt in dieser Situation zu bluffen. Verzweifelt sah er was er sehen wollte und nur so konnte er ein überzeugendes Bild von einem Mann mit absoluter Nuts darstellen.

Die Kunst der Selbsttäuschung

Kehren wir zu einem angemessenen Bluff zurück. Natürlich wäre es dumm dir zu empfehlen unbewusst zu bluffen. Schließlich kann man eine bewusste Handlung nicht in eine unbewusste ändern. Du kannst und solltest dir jedoch bewusst vorstellen, dass du die gute Hand spielst. Wenn man an etwas glaubt, ist es keine Lüge mehr. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten von uns das Gegenteil tun. Wenn du darauf wartest, dass der Gegner nach deinem Bluff foldet, denkst du höchstwahrscheinlich so etwas wie: Bitte, tu es, nur dieses Mal! Nein, nicht callen! Folde, verdammt noch mal! Wenn du so denkst, musst du erhebliche Anstrengungen unternehmen, um zu verhindern, dass diese Gedanken und Emotionen zu sichtbaren Tells werden, welche dein Gegner leicht verstehen kann. Diese Aufgabe ist schwierig, weil man das eine denken und etwas anderes tun muss. Solche Abweichungen können sich in Tells verwandeln, die dich verraten. Du versuchst ruhig und entspannt zu wirken, aber im Inneren zitterst du und fühlst dich nervös. Du versuchst dich frei zu verständigen, aber deine Stimme klingt unnatürlich und Muskelverspannungen verraten dich.

Anstatt dir des Bluffs bewusst zu sein versuche dich selbst davon zu überzeugen, dass du tatsächlich diesen Straight oder Flush hast, den du vorgibst zu haben. Das heißt, sich absichtlich selbst zu täuschen und für dich die Worte zu wiederholen, die dir durch den Kopf gehen würden, wenn du wirklich die Hand hättest, die du vorgibst zu haben. Sie können die Bluff Fähigkeiten an der bovegas.com webseite trainieren.

So was wie: "Ja, du wirst schockiert sein, wenn du meine Hand siehst. Bitte call, Kumpel. Wenn du denkst, dass dein Top-Paar es wert ist, dann setze alle deine Chips, und ich zeige dir, wie falsch du lagst, weil ich diesen Pot holen werde." Wenn du dieses Szenario für dich selbst wiederholst, musst du nicht bewusst Macht vortäuschen. Nach ein wenig Übung werden diese Gedanken ganz natürlich sein und es wird keine störende Abweichung, zwischen den Worten in deinem Kopf und den Versuchen Entspannung vorzutäuschen, geben.

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